Tag 5: Hirschragout mit Schokolade – den Preiselbeeren sei gedankt!

Natürlich ist mir bewusst, dass ich mich mit einem Wildgericht auf Glatteis wage, wenn ich eine meckerfreie Essenswoche mit meinen Kindern Mara (9) und Lina (6) erreichen möchte. Christopher und ich essen beide gerne Wild. Aber Ziel ist nun mal, dass keiner meckert – was wir sonst einfach in Kauf nehmen…. Auf dem Rezept-Portal Cookidoo ® habe ich „Hirschragout mit Schokolade“ in der Kollektion „Fleischgerichte“ gefunden –  Schokolade? Das könnte funktionieren… oder nicht?

So sehr ich diese schnelle einfache Küche mag, so gerne probiere ich auch mal die etwas aufwendigeren Gerichte aus, wenn ich dann mal die Zeit habe. Denn immer nur praktisch und schnell ist auf Dauer auch langweilig. Der Thermomix ® unterstützt glücklicherweise bei allen Kochlevel und Bedürfnissen. Und dieses Gericht soll neuneinhalb Stunden dauern bei 20 Minuten Arbeitszeit… wow! Ob das klappt?

Die Marinade ist am Vorabend schnell hergestellt, das Fleisch zubereitet und eingelegt. So kommen auch schnell neuneinhalb Stunden zusammen: mindestens acht Stunden, am besten über Nacht, kalt stellen. Grandios. Am nächsten Tag benötigt das Ragout in etwa eine gute Stunde, dennoch kann ich mir nicht verkneifen der Familie zu erklären, dass das Gericht „Neun Stunden“ benötigt. Sie sind beeindruckt. Ich auch. Inzwischen duftet es auch im gesamten Haus. Ich mache Linguine dazu, die Mädels lieben einfach Pasta in allen Formen. Mara kommentiert auch prompt: „Endlich mal wieder Nudeln, Mama, super!“ und nickt mir anerkennend zu. Ja! Aber mit Soße. Ich gebe das Hirschragout auf. Schweigen. Christopher hilft dankenswerterweise mit einem „Ist das lecker!“. Erstes vorsichtiges Probieren. „Die Soße schmeckt gut.“ Ach, schön!

Die Kinder müssen sich offenbar kurz an den kräftigen Geschmack des Hirschragouts gewöhnen. Da hilft auch die Schokolade nicht. Und dann mildern sie ihn mit viel – mit sehr viel – Preiselbeeren ab. Der Durchbruch kommt: „Das ist ja richtig lecker!“

Fazit: Probieren ist alles – manchmal klappt es, manchmal vielleicht auch nicht. Hier haben wohl letztlich auch die Preiselbeeren weitergeholfen, um den Kinder-Geschmack zu treffen. Nichts desto trotz haben sie es gerne gegessen. Und wir sind eine Runde weiter.

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