Was ist Teilzeitfasten – und was bringt es?

Intermittierendes Fasten, oft auch als Teilfasten, Teilzeitfasten oder Intervallfasten bezeichnet – ist anders als das Heilfasten keine klassische Fastenkur. Das Fasten nach Zeitplan ist vielmehr ein Ernährungskonzept, das wir darum für die Thermomix ® Ernährungstrends unter die Lupe genommen haben. Es gibt unterschiedliche Modelle, die alle darauf zielen, den Stoffwechsel durch eine kontrollierte Fastenzeit zu beeinflussen. Beim Intervallfasten gönnen wir dem Körper Pausen und verzichten phasenweise aufs Essen.

Beim Teilzeitfasten folgen auf Zeiträume, in denen weitgehend normal gegessen wird, Zeiten des kompletten Verzichts auf Nahrungsaufnahme. Im Fokus steht dabei nicht das Verbot bestimmter Nahrungsmittel oder die völlige Enthaltsamkeit, sondern das genaue Einhalten festgelegter Zeiten für die Nahrungsaufnahme. „Intermittierendes Fasten“ bedeutet „unterbrochenes Fasten“ nach einem Ernährungszeitplan – um abzunehmen oder  die körperliche Fitness zu verbessern.

Wie sich Intervallfasten auf den Stoffwechsel und das Gewicht auswirkt

Jede Form des Fastens greift in die Stoffwechselvorgänge ein: Sobald wir längere Zeit auf Nahrung verzichten, versucht unser Körper automatisch, alternative Energiequellen anzuzapfen, anstatt wie üblich die Energie aus der Nahrung zu schöpfen. Auch das Teilzeitfasten stößt die Energiegewinnung aus den Fettreserven an. Zudem können Fastenzeiten dazu beitragen, einer Insulinresistenz infolge ständiger Schwankungen des Blutzuckerspiegels mit entsprechend hohen Insulinausschüttungen entgegenzuwirken, indem sie die Empfindlichkeit gegenüber Insulin wieder erhöhen. Auch langsames, kontinuierliches Abnehmen ist mit Teilzeitfasten möglich da es keine zeitliche Begrenzung für die Fastenform gibt, sofern Sie außerhalb der Fastenzeiten nicht wahllos schlemmen, sondern frische, ausgewogene Kost bevorzugen. Dabei unterstützt Sie Thermomix ® mit tollen Anregungen und Rezepten. Möchten Sie in erster Linie den Körper entschlacken, entgiften und reinigen? Grundsätzlich ist eine Reinigung des Körpers von Schadstoffen aus wissenschaftlicher Sicht zwar gar nicht nötig. Der Körper besitzt Puffersysteme, die eine Übersäuerung bei gesunden Menschen verhindern und ihm hilft sich selbst zu „reinigen“, indem er unerwünschte Stoffe über Leber, Nieren, Darm, Haut und die Atmung ausscheidet. Manchmal tut es aber einfach gut, dann ist das klassische, zeitlich begrenzte Heilfasten für diesen Wunsch jedoch die besser geeignete Variante.

Richtig fasten – ein „Zahlenspiel“

Seine große Popularität schöpft das Intervallfasten daraus, dass es ebenso wie beim Heilfasten nicht die eine richtige Strategie, sondern mehrere Modelle gibt. Jeder kann sich nach persönlicher Vorliebe das am besten passende Konzept für die Fastenzeit aussuchen. Obwohl theoretisch alle Nahrungsmittel erlaubt sind, sollten Sie natürlichen, vitaminreichen, zuckerarmen und frischen Produkten den Vorzug geben – spezielle Fastennahrungsmittel brauchen Sie nicht kaufen. Bei den Modellen 5:2 (6:1) und 16:8 (20:4) gibt es keine Tage ohne Nahrungsaufnahme – das schützt vor Heißhunger und schlechter Laune. Mehr Disziplin aufgrund von ein bis zwei Nullkalorientagen erfordert nur das Eat-Stop-Eat-Modell.

5:2: Diese Form des Teilzeitfastens gilt als gemäßigte Methode. Sie lässt sich auch in eine 6:1-Variante (oder in die härtere Eat-Stop-Eat-Methode) abwandeln. Die Zahlen 5 bzw. 6 stehen für die Tage pro Woche, an denen Sie normal, aber nicht maßlos essen dürfen. Mit frischer, ausgewogener Thermomix ® Küche (z. B. Gemüsesuppe, Rohkostsalat, im Varoma gegartem Fisch und Geflügel) liegen Sie auf jedem Fall richtig – sogar an den Fastentagen. Denn bei diesem sanften Teilfasten sind an den ein bis zwei (nicht aufeinanderfolgenden) wöchentlichen Fastentagen leichte, kohlenhydratarme und proteinreiche Mahlzeiten erlaubt. An den beiden Fastentagen ist je ein Viertel der sonst üblichen Energiezufuhr „erlaubt“ und sollte höchstens jeweils 650 kcal betragen. Wichtig ist, dass mindestens vier Stunden zwischen den Mahlzeiten liegen und Sie ausreichend trinken, vor allem Wasser und ungesüßte Tees. 

16:8: Intermittierendes Fasten sieht hier so aus, dass in einem Zeitfenster von acht Stunden eines Tages gegessen wird. Darauf folgt ein 16-stündiger Verzicht auf Nahrung. Das Drittel des Tages, an dem Sie ganz normal essen dürfen, ist frei wählbar – nur zusammenhängend muss es sein. Weil die Intervalle sich individuell gestalten lassen, ist diese Methode ist auch für Berufstätige absolut alltagstauglich, und sogar bei unregelmäßigen Arbeitszeiten praktikabel. Die (allenfalls kurzfristig empfehlenswerte) Abwandlung in eine zwanzigstündige Fastenphase wird 20:4-Modell genannt.

Eat-Stop-Eat: Hier sind ein- bis zweimal pro Woche echte „Fastentage“ vorgesehen – aber auf keinen Fall zwei Fastentage hintereinander! Sie starten mit einer Mahlzeit in den Tag und nehmen die nächste Mahlzeit erst nach einer 24-stündigen Essenspause zu sich. Das muss nicht unbedingt das morgendliche Frühstück sein, auch andere Einteilungen sind möglich, zum Beispiel mittags die letzte Mahlzeit des Tages zu sich zu nehmen und erst tags darauf am Mittag wieder etwas essen. Wasser dürfen und sollen Sie reichlich trinken. Andere ungesüßte Getränke –inklusive Tee und Kaffee – sind ebenfalls erlaubt.

Thermomix ® Tipps zum Teilzeitfasten

Dem Verdauungsapparat und dem gesamten Stoffwechsel tut es gut, wenn nicht pausenlos und vor allem wahllos gegessen wird – auch oder sogar gerade als dauerhaftes Ernährungsprinzip. In seinen sanften Varianten gibt es für das Intervallfasten bei gesunden Erwachsenen im Gegensatz zu vielen Diäten kein zeitliches Limit. Ungeeignet ist jede Form des Fastens für schwangere und stillende Frauen, für Kinder und für alte Menschen.

Inspirierende Rezepte?

Inspirierende Rezepte finden Sie im Thermomix ® Rezept-Portal zum Beispiel in der Kollektion: “Leichte Küche“.

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